Anbieter: Lovens
Lovens Explorer 2 S60 - 400 Wh - 2027 - 26 / 20 Zoll - Unisex Cargo
Beschreibung
Lovens Explorer 2 S60: Familien-Lastenrad mit 60 Nm und Gates-Riemen
Das Lovens Explorer 2 S60 ist ein Premium-Lastenrad für Familien, die das Auto für Alltagswege stehen lassen wollen. Die Zahl im Namen steht für das Drehmoment: 60 Newtonmeter liefert der Bosch Performance Line Mittelmotor. Dazu kommen ein wartungsarmer Gates-CDX-Carbon-Riemen, hydraulische Magura-Vierkolbenbremsen und eine Box, die bis zu drei Kinder trägt. Lovens baut es im Modelljahr 2027.
Die Box: bis zu drei Kinder, 100 Kilogramm Zuladung
Die Transportbox fasst rund 193 Liter, besteht aus EPP-Material mit einer Aluminium-Schutzkonstruktion und trägt bis zu 100 Kilogramm. EPP ist leicht und stoßfest — im Ernstfall die Eigenschaft, auf die es ankommt. Serienmäßig sitzt darin eine Bank für zwei Kinder aus Kunstleder mit Nackenstützen, dazu zwei Anschnallgurte. An den Boxseiten sind breite Einstiegshilfen angeformt, über die Kinder ab einem gewissen Alter selbst hineinklettern — im Alltag der Punkt, der morgens Zeit spart und den Rücken schont.
Für jede Lebensphase gibt es die passende Ergänzung: Ein Maxi-Cosi-Adapter nimmt die Babyschale ab drei Monaten auf — sie bleibt nach der Fahrt am Kind und lässt sich direkt in den Kinderwagen umsetzen. Für die Zeit danach bis etwa achtzehn Monate gibt es die fest montierte Kleinkind-Sitzschale mit hoher Rückenlehne. Eine zusätzliche Bank an der Boxfront schafft Platz für ein drittes Kind, das den anderen beiden zugewandt sitzt, sodass sich die Kinder unterwegs unterhalten können. Kommt hinten ein Kindersitz auf den Gepäckträger, fahren bis zu vier Kinder mit. Als Zubehör erhältlich sind außerdem beheizbare Sitzflächen — einzeln oder für beide Plätze — sowie eine Innenbeleuchtung mit USB-C-Anschluss.
Bei den Gewichten gibt Lovens klare Grenzen an: 250 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht, davon höchstens 100 Kilogramm in der Box, 120 Kilogramm Fahrergewicht und 44 Kilogramm auf der hinteren Sitzbank, also maximal 22 Kilogramm je Sitzplatz. Das Rad selbst wiegt 59,5 Kilogramm.
Ein Rahmen aus einem Guss
Der Rahmen wird im Mono-Casting-Verfahren aus einem Stück gefertigt und hat deshalb keine sichtbaren Schweißnähte. Das ist zunächst eine Designentscheidung, hat aber einen praktischen Nebeneffekt: Wo nichts verschweißt ist, gibt es auch keine Nahtstellen, an denen sich Schmutz sammelt oder Lack abplatzt. Mit 264 Zentimetern Länge, 72 Zentimetern Breite und 112 Zentimetern Höhe bleibt das Rad trotz der Box in den Maßen, die eine normale Garageneinfahrt zulässt.
Gelenkt wird über eine doppelte Seilzuglenkung statt über die bei Lastenrädern übliche Stange. Auf jeder Seite laufen zwei Seilzüge unten in der Box von der hinteren zur vorderen Lenkrolle, jede Lenkbewegung wird dadurch unmittelbar ans Vorderrad weitergegeben. Der Vorteil zeigt sich zweifach: Das Vorderrad schlägt weiter ein, das Rad dreht enger und lässt sich auf dem Kita-Hof oder im Fahrradkeller deutlich leichter bewegen als ein Long John mit Stangenlenkung. Und die Abstimmung ist so spurtreu, dass das Rad die Richtung hält, wenn man eine Hand vom Lenker nimmt, um einen Abbiegehinweis zu geben.
Antrieb: Bosch Performance Line mit 60 Nm
Der Bosch Performance Line liefert 60 Newtonmeter Drehmoment, bis zu 340 Prozent Unterstützung und 600 Watt Leistung. Die Unterstützung endet bei 25 km/h. Für den täglichen Weg zur Kita und zum Einkauf ist das die passende Auslegung: kräftig genug für den beladenen Alltag, dabei leise und mit gleichmäßigem Kraftaufbau.
Der Akku ist in drei Größen wählbar. Lovens gibt für das Explorer 2 eine Reichweite von bis zu 90 Kilometern an — der tatsächliche Wert hängt von Zuladung, Unterstützungsstufe, Topografie und Außentemperatur ab, bei einem Lastenrad mit Kindern deutlich stärker als bei einem Citybike. Bedient wird der Antrieb über das fest verbaute Bosch Purion 200 Seitendisplay, geladen mit dem Bosch Standard Charger mit 4 A. Das System gehört zum Bosch Smart System und lässt sich mit der eBike Flow App koppeln.
Shimano Nexus 5 mit Gates-Riemen
Geschaltet wird über eine Shimano Nexus 5 Nabenschaltung. Die Nabe läuft gekapselt im Gehäuse, geschützt vor Nässe und Streusalz, und lässt sich auch im Stand schalten — an der Ampel mit beladener Box besonders angenehm. Fünf klar unterscheidbare Abstufungen decken den Alltag ab, und weil man die Gangnummer sieht, weiß man jederzeit, wo man steht.
Gates CDX Carbon-Riemen
Angetrieben wird das Hinterrad von einem Gates CDX Carbon-Riemen. Der Riemen wird nicht geölt, nicht nachgespannt, er rostet nicht und hinterlässt keine Streifen an Hose oder Wade. Er läuft spürbar leiser als eine Kette und hält bei normaler Nutzung ein Vielfaches länger. Bei einem Rad, das täglich unter Last gefahren wird und bei dem man beim Beladen ohnehin genug zu tun hat, ist das der Unterschied, den man jeden Tag bemerkt. Der obere Riemenlauf ist durch eine in den Rahmen integrierte Abdeckung geschützt — das hält Hosenbein und Rocksaum fern, ohne dass ein zusätzliches Bauteil montiert werden müsste.
Magura-Vierkolbenbremsen
Verzögert wird vorn und hinten von hydraulischen Magura-CMe-Scheibenbremsen mit vier Kolben pro Bremssattel. Vier Kolben sind bei Alltagsrädern die Ausnahme und bei 250 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht die richtige Antwort: Die Bremskraft steht mit wenig Handkraft bereit, bleibt fein dosierbar und lässt auch auf langen Abfahrten nicht nach.
Komfort und Diebstahlschutz
Vorn arbeitet eine gefederte RST Beast mit 50 mm Federweg. Sie ist als Dual-Coil-Gabel ausgeführt, die Vorspannung lässt sich also auf Fahrergewicht und Beladung abstimmen — bei einem Rad, das mal leer und mal mit zwei Kindern unterwegs ist, kein Nebenaspekt. Der Schaft ist ein konisches Cr-Mo-Stahlrohr in 1,5 Zoll, die Standrohre sind 36 Millimeter starker Stahl, die Tauchrohreinheit besteht aus Aluminium mit 15-mm-Schraubsteckachse. Diese Bauweise ist auf Last ausgelegt, nicht auf geringes Gewicht. Die Räder laufen auf 26 Zoll vorn und 20 Zoll hinten. Vorn sitzt ein Schwalbe Super Moto-X in 62 Millimetern Breite, hinten ein Big Ben Plus in 55 Millimetern — vorn also mehr Aufstandsfläche für Spurtreue und Dämpfung, hinten der schmalere Reifen für ruhigen Lauf unter Last. Die Felgen Ryde Andra 29 Disc sind ausdrücklich für Cargo-E-Bikes gebaut. Die Sattelstütze von Satori hat einen rautenförmigen Querschnitt, und das aus zwei Gründen: Der Sattel richtet sich im Sattelrohr von allein gerade aus, man muss ihn beim Verstellen also nicht ausrichten, und die Stütze sitzt angezogen fester als eine runde. Zusammen mit dem Schnellspanner ist die Höhe damit in Sekunden angepasst. Darauf sitzt ein Selle Royal Rio Relax mit Tragegriff; eine gefederte Parallelogramm-Stütze gibt es als Zubehör, ebenfalls mit Rautenprofil.
Beim Diebstahlschutz arbeitet das Rad mit dem Bosch eBike Lock: Das Smartphone wird zur digitalen Schlüsselkarte, der Motor verriegelt sich automatisch, sobald das Rad ausgeschaltet wird. Optional sichert eine gemeinsam mit ABUS entwickelte Akku-Diebstahlsicherung zusätzlich den Akku. Das Purion 200 ist fest verbaut und damit nicht abnehmbar. Beleuchtet wird mit einem Trelock Lighthammer mit 80 Lux und einem Spanninga-LED-Rücklicht; eine LED-Lichtleiste mit Blinkern ist als Zubehör erhältlich.
Ergonomie: ein Rad, zwei Fahrer
Der Vorbau lässt sich per Hand und ohne Werkzeug im Winkel verstellen, die Sattelstütze über einen Schnellspanner in der Höhe. Beides zusammen bedeutet: Zwei Personen mit unterschiedlicher Körpergröße teilen sich das Rad, ohne dass jemand den Inbusschlüssel sucht. Bei einem Familienrad, das morgens der eine und nachmittags die andere fährt, ist das kein Detail, sondern der Unterschied zwischen täglich anpassen und täglich ärgern.
An den Griffen sitzen Ergon GC1 — ergonomisch geformte Griffe mit breiter Auflagefläche, die das Handgelenk stützen und tauben Fingern auf längeren Strecken vorbeugen. Der Selle Royal Rio Relax Sattel hat einen Tragegriff und ist bis 100 Kilogramm belastbar. Die Sattelstütze ist ungefedert; eine gefederte Parallelogramm-Stütze gibt es als Zubehör.
Sichtbarkeit im Verkehr
Beleuchtet wird serienmäßig mit einem Trelock Lighthammer mit 80 Lux vorn und einem Spanninga-LED-Rücklicht. Als Zubehör ist darüber hinaus eine LED-Lichtleiste für die Boxfront erhältlich — und mit ihr etwas, das es an einem Lastenrad zuvor nicht gab: Blinker. Sie werden über ein Bedienelement am Lenker gesteuert, sodass sich die Abbiegerichtung anzeigen lässt, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen.
Gerade im Berufsverkehr und in der Dämmerung ist das ein Zugewinn: Ein Handzeichen sieht nicht jeder, ein Blinker schon. Das Blinklichtset enthält das Tagfahrlicht bereits; wer nur das Tagfahrlicht möchte, findet es als eigenen Artikel.
Unsere Einschätzung aus der Fachhändler-Praxis
Das Lovens Explorer 2 S60 trägt bei Lovens nicht ohne Grund den Spitznamen Kinderlimousine. Magura-Vierkolbenbremsen, ein Mono-Casting-Rahmen ohne Schweißnähte, eine Seilzuglenkung, die enger dreht als jede Stangenlenkung, und ein Gates-Riemen, der keine Pflege einfordert — das sind keine Katalogwerte, sondern die Dinge, die man mit Kindern täglich braucht. In den Niederlanden, dem Herkunftsland des Lastenrads, wählte die Fachjury der RAI Vereniging das Explorer 2 bei den Fiets Awards 2026 zum Cargobike des Jahres — im Wettbewerb gegen Urban Arrow und Riese & Müller. Dazu kommen der Red Dot Award in der Kategorie Best of the Best 2026 und der iF Design Award 2026.
Besonders überzeugend ist die Ausbaufähigkeit. Ein Rad, das vom Maxi-Cosi-Adapter ab drei Monaten über die Kleinkind-Sitzschale bis zu vier mitfahrenden Kindern alles mitmacht, deckt viele Jahre ab — und genau darin liegt bei einem Rad dieser Klasse die Rechnung. Dazu die Wahl aus drei Akkugrößen, mit der sich die Reichweite an die tatsächliche Strecke anpassen lässt, statt für Reserve zu bezahlen, die man nie braucht.
Für den Kita- und Schulweg, für den Wocheneinkauf und für Familien, die im Alltag ohne Zweitwagen auskommen wollen, ist das Lovens Explorer 2 S60 sehr genau auf den Punkt konstruiert.



